Mateusz Rudyk peilt Bahnrekord an

Supermann Tomáš Bábek fährt sein letztes Rennen

Frischgebackener Europameister Roy van den Berg startet in Berlin

In 15 Tagen fällt der Startschuss für die 111. Ausgabe der Six Day Berlin. Im Olympiajahr 2024 wird mit Freitag und Samstag nur an zwei Tagen gefahren und gefeiert – mit gutem Sport und Partystimmung. Das Sportprogramm für den 26. und 27. Januar 2024 steht, das Fahrerfeld ist komplett. In der Königsdisziplin der Ausdauerfahrer gehen 12 Teams an den Start. Angeführt wird das Fahrerfeld mit der Teamnummer 1 von den Lokalmatadoren und Titelverteidigern aus 2023 Theo Reinhardt und Roger Kluge. 

 

Mit den aktuellen Weltmeistern Jan-Willem van Schip und Yoeri Havik (Startnummer 2) wird auch wieder ein niederländisches Team um den Titel mitfahren. Die aktuellen Deutschen Meister Moritz Malcharek und Moritz Augenstein gehen mit der Startnummer 3 ins Rennen. Das Fahrer- und Brüderpaar Felix & Franz Groß ist zwar auf der Straße zuhause, will aber in Berlin versuchen den etablierten Teams die eine oder andere Runde abzunehmen. Im Nachwuchsteam gehen in diesem Jahr der U23-Vorjahressieger Bruno Kessler und das Top-Talent Tobias Müller auf das Holzoval. Dazu wird das Fahrerfeld von internationalen Teams aus acht Nationen komplettiert.

Weniger Taktik – mehr Tempo

Ein Sechstagerennen an nur zwei Tagen zu fahren, stellt die Fahrer vor besondere Herausforderungen. Dieter Stein, Sportlicher Leiter des Six Day Weekends: „Das Tempo der Fahrer wird viel höher sein. Durch die kürzeren Erholungsphasen steigt auch die Belastung deutlich. Jetzt haben auch die weniger starken und erfahrenen Fahrer die Möglichkeit, zu punkten. Über zwei Tage kann man einfacher das hohe Tempo mitgehen, dazu wird es deutlich weniger taktische Manöver geben.“

Steher an beiden Abenden

Die Steher eröffnen die beide Abende, am Samstag gibt es sogar zwei Steherrennen. Hier kann der aktuelle Deutsche Meister Robert Retschke mit Sicherheit aufs Podium fahren. Absoluter Favorit auf den Titel ist jedoch der Niederländer und aktuelle Europameister Reinier Honig. Die coolen Jungs vor Ihnen auf den schweren BMW-Maschinen sind alte Hasen und kommen bis auf den Holländer René Kos aus Deutschland.

Die Sprinter mit Bahnrekordversuch und Abschied von Tomáš Bábek

Auch bei der 111. Ausgabe werden wieder die Sprinter das Salz in der Suppe sein. Ohne Sprinter – keine Show. Im vergangenen Jahr gab Mr. Boombastic Max Levy unter Tränen seinen Abschied und zeigte in Berlin noch ein letztes Mal, dass er immer noch nah an den Bahnrekord kommt. Max Levy ist als Bundestrainer in diesem Jahr mit seinem Sprintnachwuchs im Velodrom Berlin. Der aktuelle Bahnrekord, 2023 von Maximilian Dörnbach mit 12.045 Sekunden aufgestellt, soll in diesem Jahr pulverisiert werden. Mateusz Rudyk aus Polen, der aktuell den Sprint dominiert, wird versuchen sich diesen Rekord zu holen.

Dazu kommen die Berliner Dauergäste: der aktuelle Weltmeister und frischgebackene Europameister Roy van den Berg sowie Supermann Tomáš Bábek aus Tschechien. Bábek wird im Velodrom sein letztes Rennen bestreiten, also bitte Taschentücher einpacken für einen weiteren emotionellen Abschied.

Weiter geht es bei den Sprintern mit Fanliebling Robert Förstemann und dem Vorjahressieger Stefan Bötticher. Vervollständigt wird das Feld von dem Star der Zukunft: Pete-Collin Flemming aus Deutschland, der erstmalig in Berlin startet.

Neben Top-Sport gibt es noch ein buntes Rahmenprogramm, mit DJ-Beats, den PARTYSHAKERS und weiteren Überraschungen.

Für den Samstag sind für Zielgerade nur noch wenige vereinzelte Karten verfügbar. Die Tribünen werden an beiden Abenden gut gefüllt und somit die Stimmung für die Fahrer wieder einmal einzigartig sein.

 

Foto: Arne Mill